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SCHULE:KULTUR! - Projekte gewinnen KulturKometen

Am 22. Mai 2017 verliehen die Stiftung Kulturregion Hannover und die TUI Stiftung im Ballhof 1 in Hannover Preise für herausragende Kulturprojekte an Schulen in der Region Hannover.

Der Preis für herausragende Kulturprojekte an Schulen wird alle zwei Jahre ausgelobt und wurde 2017 bereits zum dritten Mal vergeben.
„Toll, was die Schulen in der Region auf die Beine stellen“, freuen sich die Initiatoren. „Vielfach haben nicht nur alle Schülerinnen und Schüler einer Schule jahrgangsübergreifend mitgewirkt, es wurden zusätzlich Eltern, Kulturschaffende und sogar die Bevölkerung vor Ort mit einbezogen“.

Vor 200 Gästen konnten die Schulen jetzt ihre Preise entgegennehmen.

Ausgezeichnet wurden dieses Jahr auch zwei Kooperationen, die im Rahmen des Modellprojekts SCHULE:KULTUR! entstanden.

„Mehr Licht!“ - Schulübergreifendes Projekt der IGS Linden: 1. Preis (Preisgeld 5.000 Euro)

„Ein herausragendes und nachhaltiges Projekt, das in seiner Dimension einzigartig ist und große Energien an der IGS Linden freigesetzt hat“, lobt die Jury. Besonders beeindruckt zeigte sich die „KulturKometen“-Jury von der Vielfalt und Kreativität der über 70 Einzelprojekte, an denen sämtliche Schülerinnen und Schüler und alle Fachbereiche der Schule beteiligt waren.
Die Laudatio für das Projekt hielt Jurymitglied Uwe Kalwar, Leiter des Teams Kultur der Region Hannover.
Ausgehend von den teils schwierigen Lichtverhältnissen in den Architekturen der fünf Gebäude der IGS Linden wünschten sich viele Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler schon lange: Mehr Licht!
Aus der Idee wurde ein groß angelegtes, nachhaltiges Kulturprojekt, an dem die ganze Schule mit allen Fachbereichen partizipierte. Mehr als 70 Einzelprojekte fanden statt, darunter Ausstellungen, AGs, ein Musical, Klassenausflüge und Filmprojekte. Die künstlerische Leitung hatten die Künstlerinnen Christiane Oppermann und Anna Grunemann inne.
Ob als Welle und Teilchen, als lebensbestimmendes Phänomen, als Energielieferant und
-verbraucher, als Informationsspeicher, Wort, Metapher oder Symbol – Licht hat viele Aspekte, die fachspezifisch, interdisziplinär und multiperspektivisch erforscht wurden. So wurden an der IGS Linden u. a. künstlerisch-ästhetische, physikalische, philosophische, religiös-spirituelle, ökologische, ökonomische, umweltpolitische und soziale Zugänge erforscht. Die Vielfalt an Ansatzpunkten bot den Schülern dabei sowohl niederschwellige Möglichkeiten als auch spannende Herausforderungen und komplexe Fragestellungen. „Mehr Licht!“ verfolgt das Ziel, allen an der Schule Beteiligten kulturelle Vielfalt erfahrbar zu machen. Dafür nutzte die IGS Linden Kooperationsbeziehungen mit Künstlern, Theatermachern, Forschern und Literaten, vor allem aber auch das Potenzial der Schüler- und Elternschaft.
Kooperationspartner im Rahmen von SCHULE:KULTUR! waren das Niedersächsische Staatstheater Hannover und eine Vielzahl weiterer Institutionen und Personen.

„Der Schatz von Barsinghausen"- Landschaftstheaterstück der Goetheschule KGS Barsinghausen: 2. Preis (Preisgeld 2.500 Euro)
„Ein aufwändiges und gelungenes Kulturprojekt, das nicht nur die Schule mit allen Fachbereichen, sondern ganz Barsinghausen in Bewegung versetzt hat“, findet die „KulturKometen“-Jury. Sie lobt insbesondere die vielfältigen Aktionen, mit denen Barsinghäuser Bürger in das Projekt einbezogen wurden und die fruchtbare Kooperation der Kulturschule mit dem Niedersächsischen Staatstheater Hannover.
Die Laudatio zu diesem Projekt hielt Jurymitglied Barbara Kantel, Leitung Junges Schauspiel Hannover.
Während der 40-Jahr-Feier der Goetheschule KGS Barsinghausen im Juli 2015 fiel der Startschuss für ein ganz besonderes Theaterprojekt, das die Goetheschule KGS Barsinghausen das ganze Schuljahr über in Atem hielt: „Der Schatz von Barsinghausen“. An der Umsetzung waren etwa 190 Schülerinnen und Schüler, eine sechsköpfige Planungsgruppe, zehn Lehrkräfte, zwei Honorarkräfte und das Niedersächsische Staatstheater Hannover als Kooperationspartner beteiligt.
Worum geht es in dem Stück: Die Bewohner Barsinghausens sind unzufrieden. Ihre negative Ausstrahlung beeinflusst schon den ganzen Kosmos. Eine Delegation von Außerirdischen beschließt einzugreifen und landet mit dem Raumschiff in Barsinghausen. Ein Gerücht wird in die Welt gesetzt. Plötzlich befinden sich alle Barsinghäuser auf einer wilden Schatzsuche und der Frust ist verflogen.
Die Großinszenierung wurde im April 2016 als mehrstündiges Open-Air-Spektakel auf dem Zechengelände in Barsinghausen umgesetzt und dreimal mit viel Publikum und guter Resonanz aufgeführt. Unter der Leitung des Regisseurs Arnd Heuwinkel und gemeinsam mit ihren Lehrern erarbeiteten die Schüler Szenen und Texte. Auf vielfältige Weise wurden Bürger und Initiativen aus Barsinghausen eingebunden.

Kooperationspartner im Rahmen von SCHULE:KULTUR! war ebenfalls das Niedersächsische Staatstheater Hannover.

Weitere Informationen zum Preis und den übrigen Preistragenden: www.kulturkometen.de

Die KulturKometen-Jury besteht aus Harald Härke (Kulturdezernent der Landeshauptstadt Hannover), Elke Hlawatschek (Geschäftsführerin der TUI Stiftung), Barbara Kantel (Leitung Junges Schauspiel Hannover), Uwe Kalwar (Leiter Team Kultur, Region Hannover), Susanne Maaß (ehem. Lehrerin für Kunst und Philosophie), Thomas Posth (Akademie für lebendige Musik e.V.), Anja Römisch (Geschäftsführerin der Stiftung Kulturregion Hannover) und Filmemacherin Franziska Stünkel.


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